Brustschmerzen durch die Pille – das hilft

Die Pille ist großartig, wenn es um die Empfängnisverhütung geht. Sie verursacht jedoch auch Nebenwirkungen und das ist kein Wunder, greift sie doch in deinen Hormonhaushalt ein. Während deine Hormone deinen Zyklus steuern, steuern sie auch noch viel mehr als das.

Zu den typischen Nebenwirkungen der Pille gehören geschwollene Brüste, die dann sehr empfindlich gegenüber Berührungen werden. Das geht sogar soweit, dass sie unter ihrem eigenen Gewicht schmerzen. Schuld daran ist das Östrogen und Progesteron, die beide über die Pille in deinen Körper gelangen und für die Schwellung verantwortlich sind.

Es gibt jedoch etwas, was du dagegen tun kannst. Die Pille sorgt für einen gestiegenen Verbrauch an bestimmten Stoffen wie Vitaminen, Folsäure, Magnesium, Zink und Selen in deinem Körper. Wenn du diese Stoffe zuführst, dann verringern sich die Schwellung der Brüste und die damit einhergehende Empfindlichkeit. Dann schmerzen sie weniger bzw. die Schmerzen hören ganz auf.

Wie Östrogen- und Progesteronspiegel Brustschmerzen verursachen

Brustschmerzen sind eine normale Nebenwirkung der Pille. Diese enthält künstliche Hormone, die bei der Einnahme in deinen Blutkreislauf gelangen. Dabei gibt es ein permanentes Auf und Ab in deinem Östrogen- und Progesteronspiegel, denn der Körper reagiert auf die Zufuhr. Dieses Auf und Ab sorgt dafür, dass deine Brüste empfindlich werden und dann am Ende auch schmerzen.

Die Empfindlichkeit kann sich einfach darauf beschränken, dass Berührungen unangenehm werden. Sie kann jedoch auch soweit reichen, dass du vor Schmerzen heulen möchtest. Meistens treten diese Beschwerden innerhalb der ersten Monate nach dem Beginn der Einnahme der Pille auf. Sie flauen dann bald wieder ab. Wenn die Schmerzen jedoch länger als drei Monate bei dir anhalten, denn empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt.

Ernsthafte Erkrankungen

Manchmal denkst du nur, dass die Pille die Schmerzen verursacht. Es ist jedoch möglich, dass diese ein Symptom einer weit ernsthafteren Erkrankung sind. So kann zum Beispiel Brustkrebs dahinterstecken. Es ist bekannt, dass die Pille das Risiko für Brustkrebs erhöht. Daher solltest du die Schmerzen, solange sie länger anhalten, nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Um zu erkennen, ob die Schmerzen eher in Zusammenhang mit der Pille oder mit einer anderen Ursache stehen, ist es wichtig, sie zu beobachten. Wenn sich der Verlauf der Schmerzen wiederholt und dabei deinem monatlichen Zyklus entspricht, stehen die Chancen gut, dass die Pille sie hervorruft. Wenn die Schmerzen dagegen unabhängig von deinem Zyklus regelmäßig oder unregelmäßig auftreten, dann sind sie oftmals das Symptom einer anderen Krankheit.

Du kannst deine Brüste auch selbst untersuchen. Befinden sich darin Knoten, kommt Flüssigkeit aus den Nippeln oder ist nur eine Brust betroffen, dann such auf jeden Fall einen Arzt auf. Wenn die Pille Schmerzen verursacht, dann betreffen sie gewöhnlich beide Brüste.

Wenn du ständige Schmerzen in deiner Brust verspürst, dann ist die Ursache sehr wahrscheinlich eine Infektion. Diese geht mit anderen Symptomen, wie vergrößerten Lymphknoten, Fieber, einer roten Verfärbung und der Bildung von Pusteln einher. Warte in einem solchen Fall nicht erst ab, sondern such sofort einen Arzt auf.

Mögliche andere Ursachen

Es muss nicht immer etwas wirklich Ernsthaftes die Ursache sein. So kann es ebenfalls passieren, dass du einfach schwanger bist. Die Chancen stehen gut dafür, wenn du gerade mit der Einnahme der Pille begonnen oder du die Einnahme nicht immer vorschriftsgemäß durchgeführt hast.

Es ist ebenso möglich, dass dein Büstenhalter nicht richtig sitzt. Vor allem dann, wenn du dir einen neuen gekauft hast, solltest du darauf achten, dass dieser deine Brüste nicht drückt. Was wenige Frauen wissen – wenn du zu viel Koffein zu dir nimmst, kann dies ebenso zu Schmerzen in der Brust führen.

In deinen Brüsten können sich Zysten gebildet haben. Das sind kleine Blasen, die sich mit Wasser füllen. Diese zu entfernen, ist nicht schwer. Kontaktiere einen Arzt, lass dich untersuchen und im schlimmsten Fall die Zysten entfernen. Warte nicht zu lange damit, denn wenn sie zu groß werden, können sie doch mit der Zeit auch Krebs auslösen.

Rauchen wiederum führt dazu, dass sich die Wahrnehmung von Schmerzen verstärkt. Das kann deutliche Auswirkungen darauf haben, wie du deine Brüste bzw. den Schmerz darin wahrnimmst. Du kannst dir auch einfach einen Muskel in der Brust gezerrt haben. Darüber hinaus kann es sein, dass bestimmte Lymph- und Blutgefäße in deiner Brust den entsprechenden Fluss nicht richtig leiten. Dann können sich dort Hormone ansammeln und diese dann die Schmerzen auslösen.

Was du tun kannst

Wenn du Schmerzen in deiner Brust verspürst, kannst du erst einmal damit beginnen, zu beobachten, wann dieser ausbricht. Du kannst darüber hinaus deine Brust selbst untersuchen. Sofern du keine weiteren, besorgniserregenden Symptome findest, liegen die Schmerzen wahrscheinlich an der Pille.

Du kannst einfach die Marke wechseln. Versuch eine andere Pille. Diese hat eine andere Zusammensetzung der Wirkstoffe. Das allein kann bereits die Beschwerden senken bzw. sie sogar beenden.

Iss mehr Gemüse und Obst. Führ deinen Körper die wichtigen Stoffe mit Nahrungsergänzungsmitteln zu. Das sind vor allem Vitamin B und C, sowie Magnesium und Zink. Treib etwas Sport, so dass dein Kreislauf in Schwung kommt. Ein Spaziergang jeden zweiten Tag reicht bereits, um die Hormone aus deinen Brüsten heraus zu befördern. Dann kann sich das gereizte Areal wieder erholen. Sollte all das nicht helfen, dann such einen Arzt auf. Warte nicht zu lange und vor allem, wenn es andere, besorgniserregende Symptome gibt, warte gar nicht und geh sofort.

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