Aufgedunsen durch die Pille

Die Pille ist ein wichtiges Mittel zur Empfängnisverhütung. Es hat jedoch auch Nebenwirkungen. Eine davon ist, dass du dich Aufgedunsen fühlst und dass vielleicht auch deine Verdauung nicht mehr so funktioniert, wie sie sollte.

Es ist tatsächlich nicht nur die Pille allein, die diese Wirkung hervorruft. Was vielmehr geschieht, ist, dass sie Mängel in deinem Körper hervorruft bzw. verstärkt. Das führt dann zu einer erhöhten Wassereinlagerung und das lässt dich im wahrsten Sinne des Wortes aufgehen.

Dass es mit der Pille zu Nebenwirkungen kommt, ist nicht sonderlich überraschend. So steuern Hormone deinen Zyklus und all die anderen Funktionen in unserem Körper. Spielst du damit herum, dann erreichst du mehr, als du nur wolltest. Du kannst jedoch etwas dagegen tun. Die Hormone wirken im Zusammenspiel mit einem Mangel. Gleich den Mangel – vor allem an Vitaminen B6, B12 und C sowie an Folsäure, Magnesium, Zink und Selen – aus und du linderst oder beendest die Nebenwirkungen.

Der Beitrag der Pille zur Aufgedunsenheit

Als erstes sind da die Hormone. Diese erleben ein Auf und Ab, denn dein Körper produziert sie und zugleich führst du sie über die Pille zu. Dieses Auf und Ab sorgt dafür, dass bestimmte Funktionen deines Körpers einfach nicht mehr richtig ablaufen. Die Folge ist, dass Wasser eingelagert wird.

Dein Körper lernt jedoch mit der Zeit, sich an die Hormondosen der Pille anzupassen. Dann sollte nach drei Monaten die Aufgedunsenheit verschwinden. Du kannst das jedoch beschleunigen, indem du schon vorher mit bestimmten Stoffen, d.h., auf die Einnahme der Pille abgestimmten Nahrungsergänzungsmitteln stabilisierend eingreifst.

Die Hormone greifen auch in die Abläufe in deinen Verdauungsorganen ein. Die Folge ist, dass es zu Verdauungsbeschwerden kommen kann. Vorher aber sorgen sie dazu, dass die Verdauung insgesamt langsamer abläuft. Damit fühlst du dich oftmals voll und eben auch aufgedunsen.

Zugleich verändern die Hormone die Flora in deinem Darm. Dort nehmen dann bestimmte Hormone, die mehr Gase bilden, die Überhand. Die Folge ist, dass du dann mehr davon ablassen musst. Du fühlst dich dann in deinem Bauch aufgebläht und du kannst das sogar von außen sehen. Die Gase abzulassen, ist nicht immer einfach, vor allem dann, wenn du nicht allein bist.

Bestimmte Stoffe helfen dir, die Hormone schneller abzubauen. Damit kann die Verdauung besser arbeiten. Darüber hinaus solltest du Antioxidanten zuführen, denn diese helfen deinem Darm ebenfalls bei seiner Arbeit.

Aufgedunsenheit und Stimmungslage

Eine weitere Nebenwirkung kann auf ihre Weise zu der Aufgedunsenheit beitragen. Das Auf und Ab der Hormone sorgt auch dafür, dass deine Stimmungen sich ständig ändern. Vor allem aber wirkt sich das Ganze auf das Serotonin aus, das deine Stimmung stabilisieren kann. Was geschieht dann? Du fühlst dich immer schlechter.

Wenn du dich länger schlecht fühlst, kann das Ganze depressive Ausmaße annehmen. Dein Körper reagiert auch darauf. Die Stimmung überträgt sich und schon wird mehr Wasser eingelagert. Das hat aber auch eine gute Seite. Wenn du dich besser fühlst, dann wirst du schlanker, weil der Körper das Wasser wieder herauslässt.

Andere Ursachen

Manchmal sieht es nur so aus, als sei die Pille der Verursacher. Dann hat das Aufgehen deines Körpers aber andere Gründe. Diese können einfach darin liegen, dass du eine Frau bist. Die Verdauung und der gesamte Körper funktionieren bei Frauen immer ein wenig anders als bei Männern. Daher kann es bei dir zu natürlichen Wassereinlagerungen und Verdauungsbeschwerden kommen.

Essensunverträglichkeiten können ebenso dazu führen, dass sich mehr Gase in deinem Bauch bilden. Vor allem, wer gegen Laktose allergisch ist, kann sich damit konfrontiert sehen. Hier können Prä- und Probiotika helfen, deine Darmflora in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. Das lindert die Beschwerden.

Bei dir kann auch einfach nur ein Reizdarmsyndrom oder das Leaky Gut Syndrom vorliegen. Die Pille kann dann die Beschwerden verstärken, es kann sie aber auch auslösen. So kannst du eine Anfälligkeit für diese Leiden haben, doch normalerweise würden sie bei dir nicht vorliegen. Die Pille schafft es dann, sie so zu verstärken, dass sie sich bemerkbar machen.

Eine weitere Ursache können Zysten an deinen Eierstöcken sein. Diese drücken dann gegen deine Blase und deinen Darm und sorgen für Verdauungsschwierigkeiten, die dich ebenfalls aufgehen lassen. Hier solltest du auf jeden Fall einen Facharzt zu Rate ziehen.

Was du gegen die Aufgedunsenheit tun kannst

Als erstes solltest du mehr trinken. Ja, das klingt unlogisch. Du hast zu viel Wasser in deinem Körper, also trinkst du mehr. In Wahrheit schwemmst du damit jedoch die Stoffe aus deinem System, die die Wassereinlagerungen erst bewirkt haben. Du solltest mindestens 8 Gläser Wasser jeden Tag trinken.

Es hilft auch, wenn du dich mehr bewegst. Das bringt deinen Kreislauf in Schwung. Das wiederum führt dazu, dass du auch mehr Wasser ausscheidest und damit auch die Stoffe, die zur Einlagerung geführt haben.

Du kannst weiterhin Probiotika nehmen, die dienen Darm in Ordnung bringen. Sie sorgen für eine gesunde Flora, in der die guten Bakterien überwiegen. Das sorgt dafür, dass sich weniger Gase bilden und dass das Wasser wieder ausgeschieden werden kann.

Darüber hinaus bleiben dir Nahrungsergänzungsmittel, die dir genau die Stoffe zunehmen, die die Pille am meisten verbraucht. Damit kannst du gezielt gegen die Nebenwirkungen vorgehen und das jeden Tag in der richtigen Dosis.

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